Entwarnung bei den Kunstrasenplätzen in der Stadt Konstanz

Am Donnerstagabend hat die SPD im Rahmen Ihrer Sommertour auf den Sportplatz des SC Konstanz-Wollmatingen eingeladen. Thema waren die Kunstrasenplätze in der Stadt Konstanz.

In den letzten Wochen wurde viel in den Medien über die Schädlichkeit, der mit Mikroplastik Granulat verfüllten Kunstrasenplätze, berichtet. Von der Kürzung von Zuschüssen bis zur Schließung von Kunstrasenplätze ab dem 1. Januar 2021 war die Rede.

Alfred Reichle von der SPD begrüßte die Anwesenden und führte kurz in das Thema ein.

Neben Frank Schädler vom Amt für Bildung und Sport war auch Simon Finkenbeiner vom Amt für Stadtplanung und Umwelt anwesend. Ebenfalls war Thorsten Schiffner vom Architekturbüro Eberhard + Partner, welche den Großteil der Sportplätze in Konstanz gebaut hat, vor Ort. Herr Schädler zeigte den Weg auf, wie aus den Tennenplätze (Rote Asche) in den 90er und 2000er Jahren Kunstrasenplätze wurden. Herr Schiffner führte die Vorteile eines Kunstrasenplatzes aus und erläuterte den Aufbau und das Prinzip dieser Sportanlagen.

Die Plätze sind weniger Pflegeintensiv und sind ganzjährig bespielbar. Die Haltbarkeit wird auf 12 bis 15 Jahre angegeben. Derzeit sind alle Plätze in Konstanz mit einem Kunststoffgranulat ergänzend zum Quarzsand verfüllt. In Konstanz wurde, bis auf eine Ausnahme (Oberlohn-Platz), noch kein Kunstrasenplatz erneut mit Kunststoff-Granulat verfüllt.

Herr Schiffner erläuterte Alternativen zu den bisherigen verlegten Belägen bzw. Füllmaterial. So ist Kork eine Alternative, aber die Industrie versucht derzeit auch Hanf oder Kokos. Hier wird sich in der nächsten Zeit sicher was tun, so waren sich die Experten vor Ort sicher. 

Frank Schädler führte aus, dass der Austausch des Platzes im Sportzentrum Wollmatingen, welcher fürs nächste Jahr geplant war, verschoben wird. Der Platz ist noch in einem guten Zustand und daher ist nächstes Jahr diese Investition nicht notwendig.

Da dieses und nächstes Jahr kein Neubau eines Kunstrasenplatzes geplant ist, gibt Frank Schädler somit erstmal Entwarnung, dass kein dringender Handlungsbedarf besteht. Allerdings hat das Amt für Bildung und Sport die Thematik im Blick und informiert sich fortlaufenden über den aktuellen Stand.